Nach vielen Monaten mehr und minder intensiver Arbeit an meiner Jukebox ist diese Hardwareseitig (fast) fertig. Im Vorfeld habe ich überlegt was ich eigentlich will.
Wandhängend oder Stehpultartig.
Viel Wums oder weig/normal.
Bedienungskonzept.
und so weiter und so fort.
Herausgekommen ist eine 3D Visualisierung die ich dann versucht habe umzusetzen. Bin auch sehr nahe daran gelandet.
An Hardware ist verbaut:
MSI Mini-ITX E-350 Mainboard mit 2GB RAM
60GB SSD
Pico PSU Netzteil
15" 1024x768 Open Frame Touchscreen von eBay
Slim line Slot-in DVD-RW Notebookbrenner
SMSL SA-50 Verstärker (eigenes Netzteil)
Visaton BG20 Chassies
Ein 12V Industrieschaltnetzeil für die Pico PSU, den Monitor und den Linearmotor
Liniak Linearmotor (12-24V) zum Aufstellen des Bildschirms
Vier Taster (die oberen beiden Monitor rauf/runter, untere für Power und Reset)
Die eigentlichen Boxen haben ein Volumen von ca. 52l und sind jeweils mit einem Bassreflexrohr an der Unterseite versehen (Aufbauvorschlag von Visaton Homepage). Der Grundriss bildet jeweils einen Viertelkreis. Zwischen den Boxen sitzen Rechner und übrige Komponenten.
Der Korpus ist komplett aus MDF, ich glaube im wesentlichen 19mm. Aber auch dünneres Material für das Monitorgegäuse usw.
Die gebogenen Frontteile sind aus GFK (Glasfilament und Epoxydharz) ebenso die "Röhren" in denen die Chassis stecken. Grundgerüst dafür war "Maschendraht", quadratisch ca. 1x1cm. Darauf dann die Glasfasermatten auflaminiert. Wollte unbedingt mal was mit GFK machen...
Von innen sind die "Boxen" noch mit zwei lagen Aluminiumbutyl (hatte ich noch von einem Car-HIFI Ausbau rumliegen) zur Vibrationsdämpfung versehen. Die gebogenen Oberflächen des Standfußes sind mit Pappe modelliert und später ebenfalls mit GFK versehen. Abschließend alles mit Epoxyspachtel geglättet und geschliffen.
Habe mich lange mit der Farbgebung schwer getan. Nur ist es "einfach" schwarz-weis geworden. Aufgetragen mit einem Wagner W670 Feinsprühsystem. Duracryl Fenster- und Türengrund als Basis. Sehr zu empfehlen für MDF! dann Duracryl Reinweis und Schwarz in Hochglanz. Abschließend Duracryl Klarlack.
Was die Softwar angeht bin ich nach einigem Ausprobieren wieder bei Silverjuke gelandet, weil es meiner Meinung nach am ehesten an meine Bedürfnisse anpassbar ist. Das Digitalcenter von Zenpoint hat mir auch sehr gut gefallen. Allerdings gibt es da zwei Dinge die es nicht kann und die ich auch nicht selbständig implementieren kann, von daher sorry, leider nein.
Ach ja, der Klang. Ich bin kein Lautsprecherexperte, würde aber die Attribute: von fein bis mächtig, sehr klar, luftig und frei verwenden wollen.
Hier mal ein paar Konzeptentwürfe aus der Planungsphase:
- Ungefähre Maße
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Ungefähre Maße
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Erste Ideen.
- Idee: Entnehmbare Rechnereinheit zur Solonutzung an anderem Verstärker.
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Idee: Entnehmbare Rechnereinheit zur Solonutzung an anderem Verstärker.
- Jukebox12.jpg (765.8 KiB) Viewed 9526 times
Furnier hätte mir auch sehr gut gefallen, hätte ich aber wegen der Rundungen und Kanten nie befriedigend hinbekommen. Schade eigentlich.
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Nahe am Endergebnis.
Ich habe eigentlich nicht geplant den Aufbau genau zu dokumentieren. Ein paar wenige Bilder gibt es trotzdem.
Hier habe ich noch versucht die gebogenen Flächen mittels 3mm Hartfaserplatte herzustellen. Diese erwies sich allerdings als zu steif. Daher später Pappe als Träger plus GFK obendrauf.
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Abschließend hier nun das Ergebnis:
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Der Monitor ist zwischen 0 Grad und ca. 80 Grad stufenlos per Tastendruck verstellbar.
Zwischen den Tastern sitzt der SMSL Verstärker in seinem Originalgehäuse.
Zu sehen Lautstärkeregler und On/Off für Verstärker.
Die Frontplatte dafür mittels Oberfräse von hinten her auf wenige Millimeter verdünnt und passende Löcher gebohrt.
Verstärker mittels abgeklebten (2K Epoxykleber) Winkeln befestigt.
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